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Bilder, Epitaphien und Grabplatten in St. Marien Husum

| St. Marienkirche | Die Taufe | Die Glocken | Hermann Tast |
| Bilder, Epitaphien und Grabplatten | Außenanlagen |

Die spätgotische Marienkirche, 1807 abgebrochen, war prächtig ausgestattet. Bürger und der fürstliche Hof im Schloß vor Husum waren die Stifter. Noch vorhanden sind das Taufbecken, Abendmahlsgeräte, der jetzt in Schwabstedt befindliche Altar, 7 Pastorenbilder, sowie 2 Gruftdeckplatten. Im 19. Jh. kamen 3 Bildnisse von Pastoren und Pröpsten hinzu.


1. Bilder der Westwand, hier befinden sich 2 Epitaphien.

     
    Pastor Tast, Öl auf Leinwand im Eichenrahmen, der im Stil und der Größe dem Bokelmann- Epitaph gleicht. Bildtext: “Dem Reformator und ersten evang.-luth. Prediger Husums Hermann Tast allhier geboren 1490 und gestorben 1551 zum ehrenden Gedächtnis neu gestiftet 1903”.
     
    Epitaph Pastor Petrus Bokelmann, gestorben 1576, Öl auf Holz in reichem Rennaissancerahmen, vom Husumer Meister Johann van Groning angefertigt. Die Übersetzung des lateinischen Textes lautet: ”Der Schatten Bokelmanns bietet sich dir hier zur Ansicht. Die Gliedmaßen ruhen darunter, sein Geist hält sich an die Gestirne des Himmels. 25 Jahre lang war er Pastor in der Husumer Gemeinde. Nach seinem Tod wird sein Lob immer lebendig sein. Im Jahre Christi 1572. Im Jahre seines Lebens 86.” Auf dem Bild oben: “Dies ist das Bild von Pastor Peter Bokelmann. Bilde diesen als Geist nach deinem Bilde wieder, o Christus!”
     

2. Bilder in den Nebenräumen der Lünette
(z.Zt. nicht zugänglich).Ölbilder auf Leinwand in vergoldeten Rahmen. Sie stammen aus der Zeit nach dem Neubau der Marienkirche 1833 .

“Dem Andenken des Kirchenpropsten A.Caspers in Husum 1851-1879.”

“Dem Andenken des Kirchenpropsten Dr.Theol. Fr. Hasselmann in Husum von 1880-1909.”

Pastor Petrus Bokelmann 2. Bild von rechts       


3. Bilder in der Kirche des Gasthauses zum Ritter St. Jürgen (Kloster) Husum, Osterende 18; 4 Pastorenbilder zwischen 1665 und 1709; AlleBilder sind in Öl gemalt auf Holz oder Leinwand und stammen aus der alten Marienkirche. Pastor Holmer Bild rechts.


4. Gruftplatten
In der alten Marienkirche befanden sich 171 Begräbnisplätze. Von 2 Gruften sind die Deckplatten noch erhalten. Sie befinden sich heute an der Außenseite der Nordwand.

Deckplatte der Danckwerthschen Gruft. (147x250 cm) Sie wurde gefunden bei Bauarbeiten für den Tinebrunnen auf dem Marktplatz. Übersetzung des lateinischen Textes: “Die Eheleute Joachim Danckwerth, Schatzmeister (= Finanzminister) des ungemein erhabenen Herzogs der Schleswiger und Holsten Friedrich, und Klara Luthen haben zu ihren Lebzeiten dieses von der Kirche gekaufte Grabmal dazu ausersehen, nach ihrem Tode darin zu ruhen. Es wird aber auf keine Erben übergehen, abgesehen von Demjenigen, für die sie es ausgehöhlt haben. Es wird nicht verkauft werden, nicht verschenkt werden, nicht verpfändet werden und auch nicht auf irgend eine andere Art und Weise enteignet werden, damit es nicht für den Namen der Familie verloren geht. - Er starb im Jahre ... - dieser hat ... Jahre... - Sie starb im Jahre ... -. Damit du als Sterbender leben mögest, lebe wie einer, der in den Tod geht. “

Die fehlenden Jahreszahlen sind nicht eingetragen.

- Gruftplatte Johannes Laurenzius ( 72x141 cm)Übersetzung des lateinischen Textes: Johannes Laurenzius, Doktor der Medizin zum Gedächtnis begraben in der Kirche von Husum. 2. Januar des Jahres 1755. RIP.

Remov.189.(Renoviert nach 1890)